Die kopfhoch Leistungen setzen sich aus drei Kernbereichen zusammen: Entspannung & Unabhängiges Leben (EUL), Berufliche Vorbereitung & Erfahrung (BVE) und Kognitive Fähigkeiten (KF).

Folgende Inhalte sind wesentliche Bestandteile in weitestgehend festgelegten Unterrichtseinheiten, die aber individuell abgestimmt werden können:

EUL                                                                   
 
BVE                                                   

KF                                                                                           
Ernährung
Einkaufen
Haushaltsplanung
Geldmanagement

Praktika
Vorstellungsgespräch
-Kognitives Training nach
 Dr. med. Franziska Stengel
-Kognitive Strategien und Mnemotechniken
-Äußere Gedächtnishilfen
 (Gedächtnistagebuch)
-Verhaltenstraining des Klienten
 (psychisch und auf Handlungsebene)
-Angehörigenberatung und -anleitung
Feinmotorik
Sicherheit in Haus u. Alltag
Aufklärung über Schädel-Hirn-Verletzungen
Rollenspiele
(PC Kenntnisse)

Aufmerksamkeit, Konzentration,
Merkfähigkeit, Problemlösung,
Urteilsvermögen

Antrieb, Motivation

Gesundheit
Stressabbau
Selbsthilfepotentiale fördern
Individuelle ProjekteSupport-Group
Soziale Fähigkeiten verbessern
Entspannungsübungen
Spiele
Navigation in und um Hamburg
Fahrplan

Zeitplanung




Grundlagen & Prinzipien

Eine Grundlage auf der wir arbeiten sind kompensatorische Interventionen, das heißt, unser Schwerpunkt liegt auf einem Ausgleich von Funktionsdefiziten. Defizite werden hier durch den Einsatz von vorhandenen Fähigkeiten sowie das Lernen neuer Fähigkeiten ausgeglichen. Voraussetzungen für ein erfolgreiches Gelingen sind das Erlernen neuer Strategien, eine vorhandene Störungseinsicht und ausreichend verbliebene kognitive Ressourcen. Möglichkeiten der Kompensation sind: Einsatz von Hilfsmitteln und die Veränderung bzw. Abstimmung von Erwartungen und Lebenszielen im vertrauten Gruppenverband; aber auch das Nutzen von Merkstrategien, regelmäßige Pausen oder Markierungen im Text.

Darüber hinaus bietet das Training aber auch eine gewisse Funktionsverbesserung, d.h. das Ziel ist eine Reaktivierung der geschädigten neuronalen Netze auf Basis der Neuroplastizität. Dies wird durch selektive oder geteilte Aufmerksamkeitstrainings unterstützt.

Außerdem kann von einer Adaptation oder Anpassung an die Umwelt gesprochen werden, wenn ein Gedächtnistagebuch geführt oder das Smartphone individuell nach Bedarf eingesetzt wird.

Das Kognitive Training nach Dr. med. Franziska Stengel wird mit allgemein geistig aktivierender Zielsetzung oder entsprechend dem Therapiekonzept des symptomorientierten Kognitiven Trainings durchgeführt. Es ist ein gesundheitsorientiertes Training kognitiver Funktionen wie der Wahrnehmung, der Informationsverarbeitung, des Denkens, der Sprache und des Gedächtnisses. Diese spezifischen, neuropsychologischen Syndrome (Aufmerksamkeits-, Gedächtnis-, Sprachstörungen, exekutive Störungsbilder) bzw. eine Kombination hieraus liegen häufig bei Hirnverletzungen vor.

Beim Kognitiven Training geht es nicht darum Wissen abzufragen, sondern Denkprozesse zu fördern - mit Übungen, die einen Bezug zum Alltag haben, und die Spaß machen. Quiz oder Schulsituationen werden streng gemieden, denn ein stressfreies und denkfreundliches Training im sozialen Kontext ist unser Ziel. Dies wird u.a. durch Training des deklarativen Gedächtnisses erreicht ; speziell durch semantische (enthält generelle Sinnzusammenhänge und Bedeutungen) und episodische Vertiefung (Speicherung und Wiedergabe autobiographischer Inhalte).

Bei den Materialien nach Dr. med. Stengel  handelt es sich um ein wirksames, mehrfach wissenschaftlich evaluiertes und überprüftes Therapieverfahren des Kognitiven Trainings.